
Kinder , die in den Genuss der Ferienfreizeit kamen, kommen heute zu uns als Helfer und Assistenten, um ein kleines Taschengeld zu verdienen, aber vor allem um als Jugendleiter ihre eigenen Erfahrungen einzubringen. Seit der Verein das Angebot auch integrativ anbietet, wurden sie zu unersetzlichen Assistenten, allein oder zu zweit, die dem Sportlehrer zur Seite stehen bei dem schwierigen Unterfangen, behinderte und nicht behinderte Kinder zusammen sportlich durch den Tag zu begleiten. Den Mehraufwand an Personal- und Materialkosten trägt der Verein selbst, er soll nicht auf die betroffenen Familien durch einen erhöhten Beitrag abgewälzt werden. In Zeiten knapper Kassen wird auch hier die Solidarität aller auf die Probe gestellt. Seit 2001 gibt es für benachteiligte Familien, insbesondere auch ausländischer Abstammung,
ein Kontingent an Freiplätzen für Kinder, die aus Kostengründen nicht teilnehmen könnten. Enge Kooperationen mit den Sozialträgern wie z.B. der Caritas oder anderen Partnern (der Ausländerinitiative Freiburg u.a.) sollen einen leichteren Einstieg für sportferne Gruppen sichern helfen.
Kooperation Sport und Behinderung
Basierend auf einer Kooperation Schule/Verein des Badischen Sportbundes entwickelte sich das wohl wichtigste Integrationsprojekt der FT mit der Richard Mittermeierschule für geistig behinderte Kinder. Es ist ein besonderes Erlebnis die Freude und Begeisterung der bis zu 16 Jahre alten Kinder und Jugendlichen beim engagierten Unterricht unseres Sportlehrers zweimal pro Woche, aber auch ihre Lebendigkeit vor und nach den Stunden im FT-Sportpark, zu spüren. Die Offenheit des Vereins ermöglicht hier benachteiligten Kindern kostenfrei nicht nur eine unkomplizierte Chance auf kompetenten Bewegungsunterricht, es gibt ihnen auch die Möglichkeit sich draussen im Umfeld zu bewegen, aus ihrer schulischen Abgeschiedenheit aus zu brechen. Die Schulleitung sieht hier eine wichtige Option für soziale Integration.

Ein Großprojekt war das Schulprojekt "Jiu Jitsu und Sozialtraining" aus dem Bereich der Gewaltprävention. Auf Initiative der Abteilungsleitung Jiu Jitsu Herrn Muneer B. Fennell (6. Dan, Meisterschüler der Moses Powell Schule New York), Herrn Rolf Heitbrink als durchführender Lehrkraft und den 4 beteiligten Schulen in strukturschwachen Stadtteilen begann das Projekt im März des Jahres 2002. Hohes Aggressionspotential und latente Gewaltbereitschaft sind hier ein alltägliches
Problem. Das spezifische Training von Herrn Rolf Heitbrink, der ehrenamtlich seit Jahren mit gewaltbereiten Jugendlichen in der offenen Jugendarbeit tätig ist, wurde in den Stundenplan der Schulen vormittags eingegliedert. Die Attraktivität der Sportart, der Respekt vor der sportlichen Autorität, die große Erfahrung der Lehrkraft und ein durchdachtes Unterrichtskonzept mit übergreifenden Rollenspielen, Krisenintervention und erlebnispädagogischen Hilfen erzeugten schnell eine hohe Zufriedenheit aller Beteiligten. Alle Schulen würden das Projekt gerne fortsetzen, viele neue Schulen sind daran interessiert.
Mit Inline von der Straße
Die Inlineabteilung des Vereins ist ein weiteres Beispiel gelebter Integration mit Sport im Mittelpunkt, die aber nicht möglich gewesen wäre ohne das weit über das Mass der üblichen Betreuung durch Trainer und Übungsleiter hinausgehende Engagement der damaligen Inline-Instruktoren des Vereins, Jens Hoffmann und Andi Mündörfer. Sie schafften es Jungs

